Land- und Forstwirtschaft

Ideen, Angebote und Gesuche für Maßnahmen zur Klimaanpassung im Bereich Land- und Forstwirtschaft sind:

  • Klimawandel und Landwirtschaft: Unser laufendes Projekt "B.A.U.M" auf Maßnahmen zum Wasser- und Nährstoffrückhalt in der Landschaft bei der Umsetzung kommunaler Klimaanpassungskonzepte in Brandenburg. Über Modellregionen in den Landkreisen Oder-Spree und Havelland hinaus sind wir an der Übertragbarkeit unserer Konzepte, Methoden und Ergebnisse sowie an einer Verstetigung unserer Arbeit nach Projektende interessiert. Wir bieten Kooperationen an mit Interessenten aus ähnlichen (aktuellen oder künftigen) Projekten bzw. mit Verwaltungen, sowie ggf. die Bereitstellung von Ergebnissen für Bildungsangebote anderer Träger. Unser Ansatz und die Methodik können auch für andere Bereiche, z. B. die Wasserwirtschaft, von Interesse sein. Wir entwickeln ein detailliertes Bild des regionalen Klimawandels und möglicher Auswirkungen in den kommenden 10-15 Jahren und erarbeiten Konzepte, diese Kenntnis praxisnah zu vermitteln. In unsere Projektlaufzeit fallen u.a. die nun vermutlich beendete extreme Temperatur-Exkursion des globalen Klimasystems sowie der ungewöhnliche Saisonverlauf 2016. Wir verfolgen zeitnah die Entwicklung auf beiden Zeitskalen, saisonal und dekadisch, mit Hilfe moderner Methoden der Datenanalyse, und arbeiten daran, Effekte des Klimawandels von denen natürlicher Klimavariabilität zu unterscheiden, und beides vorausschauend zu beurteilen. Regionale Auswirkungen, die wir besonders im Blick haben, betreffen u.a. den Wasserhaushalt, die Bodenerosion, und Nährstoffeinträge in Gewässer. Landwirte laden wir herzlich ein, an unserer kurzen Online-Umfrage teilzunehmen (https://www.soscisurvey.de/BAUM/). Wir möchten erfahren, ob bzw. wie sich Klimaänderungen bei Ihnen auswirken, welche Maßnahmen zum Bodenschutz Sie durchführen, mit welchem zeitlichen Vorlauf Sie Informationen zur Klimaentwicklung für die Planung und Umsetzung von Maßnahmen benötigen, etc.
    Kontakt: Peter Carl, pcarl(at)aswex.de 
    ASWEX - Angewandte Wasserforschung

  • Erfahrungsaustausch mit privaten und öffentlichen Waldbesitzern und Landwirten: Wir suchen den Erfahrungsaustausch mit Waldbesitzern und Landwirten, um über den Klimawandel und die Effekte auf Wälder, Forsten und Landwirtschaft zu sprechen. Uns interessieren die Erfahrungen und das Expertenwissen. Was passiert bereits jetzt und in Zukunft mit unseren Wäldern in Bezug auf Waldbrände, Schädlinge und andere Klimafolgen? Wie können Wälder und die Landwirtschaft nachhaltig umgestaltet werden? Welche anderen Maßnahmen sind möglich und nötig? Wir möchten mit privaten und öffentlichen Akteuren zusammenarbeiten, um verschiedene Perspektiven und Einflussmöglichkeiten zu besprechen.
    Kontakt: Jennifer Hartmann, jennifer.hartmann(at)riskant.org 
    EXIST-Projekt RISKANT

  • Beratung für Agroforstsysteme: Baumpflanzungen und landwirtschaftliche Flächen an Waldränder haben in der Landwirtschaft teilweise einen schlechten Ruf, da damit Ertragsminderungen verbunden werden. Mit der Entwicklung moderner Agroforstsysteme im letzten Jahrzehnt, beispielsweise in Frankreich und England, wurde gezeigt, dass sich Bäume auf landwirtschaftlichen Nutzflächen produktiv in die heutige europäische Landwirtschaft integrieren lassen. Solche modernen Systeme erreichen je nach Gestaltung das heute übliche hohe Ertragsniveau. Denn die Bäume und Sträucher kombinieren ökonomische und ökologische Vorteile. Als Biomasse Schraden e.V. bieten wir allen Interessierten eine fachlich fundierte Beratung zur Planung, Pflanzung, Pflege, Ernte und Verwertung von Agroforstsysteme an.
    Kontakt: Susann Skalda, biomasse-schraden(at)t-online.de 
    Biomasse Schraden e.V., Großkmehlen

  • Was sind ihre Erfahrungen mit dem Klimawandel? In unserem gemeinsamen Projekt „KlimaWandelFit“ entwickeln wir individuell kombinierbare Lernmodule zur Anpassung an den Klimawandel, die speziell auf die Bedürfnisse und Fragen von regionalen Zielgruppen ausgerichtet sind. Um die Module den Bedürfnissen entsprechend zu gestalten, suchen wir nach Interviewpartnern besonders aus den Bereichen Landwirtschaft, regionalen Unternehmen und Einsatzstäben bei Hochwasserlagen. Uns interessiert besonders: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Klimawandel gemacht? Wo fehlt es an Wissen und wie sollte ein Lernmodul ihrer Meinung nach aussehen?
    Kontakt: Sabine Falk, sabine.falk(at)uewa.de 
    inter 3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement; Stadt Uebigau-Wahrenbrück, Stabsstelle Klimaschutz / Klimawandel

  • Erfahrungsaustausch: Landwirtschaft in hochwassergefährdeten Gebieten der Elbe-Elster-Niederung: Das Klima in Südbrandenburg ist eher kontinental geprägt. Es zeichnet sich durch geringe Niederschläge und relativ große Temperaturunterschiede aus. Die sandigen Böden fördern zudem schnelle Wasserdefizite bei landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Gleichzeitig führt der Klimawandel in der Region zu häufigeren Starkregen- und Hochwasserereignissen und dies bringt verheerende Folgen für die Landwirtschaft mit sich: In den flachen Ebenen kommt es zu stauender Nässe und z.T. zu langanhaltender Vernässung großer landwirtschaftlicher Nutzflächen. Wie lässt sich das Überschusswasser speichern und zur späteren Bewässerung von trockenheitsgefährdeten Flächen nutzen? Die Landwirtschaftsbetriebe der Region wünschen sich einen Erfahrungsaustausch um altbekannte oder auch neue Verfahrenswege zu diskutieren und gemeinsam landwirtschaftskonforme Lösungen für überschwemmungsgefährdete Gebiete zu entwickeln. Als Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster mbH unterstützen wir die Landwirte und suchen nach weiteren Partnern aus Wissenschaft und Praxis.
    Kontakt: Sabine Münster, sabine.muenster(at)rwfg-ee.de 
    Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster mbH

  • Möglichkeit zur Anpassung der Stalllüftungsanlagen: Heutzutage sind fast alle Schweine- und Kälberställe mit Lüftungsanlagen ausgerüstet. Doch längst nicht alle Anlagen arbeiten mit einer intelligenten Steuerung oder gar mit Wärmetauschanlagen. In Hinblick auf die Klimaentwicklung suchen Landwirte der Region nun nach Anregungen, ob und wie Lüftungsanlagen auch mit vergleichsweise wenig Aufwand aus- und/oder umgerüstet werden können. Denkbar sind z.B. (Kurzzeit-) Speichermedien, die je nach Bedarf die Tagwärme der Außen- und Stallluft oder die „Kühle“ der Nacht nutzen, um die Stallluft optimal zu temperieren. Als Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster mbH unterstützen wir die Landwirte und suchen nach weiteren Partnern aus Wissenschaft und Praxis.
    Kontakt: Sabine Münster, sabine.muenster(at)rwfg-ee.de 
    Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster mbH