Auf der Kooperationsbörse von den TeilnehmerInnen entwickelte Projektideen und Kooperationen sind:

Baunachhaltigkeit und Schonung von Ressourcen als Voraussetzungen für neue Gewerbegebiete und Neubaugebiete

Inhalt: 

- kurze Transportwege

- regionale Wertschöpfung

- CO2-Einsparung + -Speicherung (im verbauten Holz)

- Verankerung ggf. im Regionalplan und den F- und B-Plänen (Verbindlichkeit)

- „Entsorgungs“-Aspekt- ggf. Neu-Nutzung alter Bausubstanz

- Regenwassermanagement (Sicherung/Speicherung)

- Verlagerung der Ausgleichsflächen in die Stadt

- CO2-Zertifikate für das Allgäu

- flächenneutrales Bauen

Kooperationspartner: Hugo Wirthensohn (Holzforum Allgäu e. V.), h.wirthensohn@wbv-kempten.de, Andrea Ruprecht (LRA Unterallgäu), Guido Schilling (H. Kutter GmbH & Co. KG), Mathilde Hipp


Weitere Ideen, Angebote und Gesuche für Maßnahmen zur Klimaanpassung im Bereich Bauplanung, Flächennutzung und Infrastruktur sind:

Fahrrad- und E-Bike-Leasing

Inhalte: Der Arbeitgeber kann den Mitarbeitern ein (Dienst-) Fahrrad oder E-Bike zur Verfügung stellen. Ein Dienstrad ist dem Dienstwagen bei der Versteuerung gleichgestellt. Der Arbeitnehmer muss nur 1% des Listenpreises versteuern. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten sich auf das Leasing des Fahrrads einigen. Es gibt diesbezüglich bereits Anbieter und Dienstleister (z.B. JobRad).

Die Projekt-Idee:

- Erstellung der notwendigen Informationen über das Leasing

- Ermittlung der potentiellen Interessenten im Bereich der Unternehmen (Unternehmen in Städten mit wenig Parkmöglichkeiten für Autos, Umweltorientierte und nachhaltige Unternehmen etc.)

- Potentielle Interessenten im Bereich der Arbeitnehmer (Mitglieder von Umweltverbänden oder Energieteams, ökologische orientierte Arbeitnehmer etc.)

- Vorbereitung einer Marketingkampagne (um was geht es, was bringt es, wo gibt es Ansprechpartner, was ist zu beachten)

- Parallel müsste auch noch eine Initiative bezüglich Lademöglichkeiten, bzw. -säulen einhergehen

- Partner: Fahrradgeschäfte in der Region, Energieversorger wie LEW; VWEW, AÜW etc.

Kooperationspartner: Hermann Kerler (ProNah, LRA Unterallgäu Klimaschutz), hermann.kerler@web.de


Unser Dorf. Unsere Stadt. Wir machen das. Jetzt!

Inhalte: Die Absicht: Lebendige Räume in Dörfern und Städten, in denen der Mensch der Natur begegnet und von ihr leben kann (sog. Seelen-Schutz-Räume). Schaffung von Lebensbedingungen, in denen Artenreichtum in Flora und Fauna möglich ist. Dazu gehören Natur-Erlebnis-Räume, Perma-Kultur-Gärten auf kleinstem Raum, etc. Die Menschen in den Dörfern und Städten müssen nicht mehr in ferne Urlaubsgebiete fliehen, wenn ihre Wohngegend attraktive Gründe bietet zu bleiben.

- Was bereits existiert: 4 bereits umgestaltete Plätze im Raum Unterallgäu, Erkheim und Frickenhausen. Öffentliches Grün wurde in Blumenwiesen mit ansprechenden Sitzmöglichkeiten und Wegen aus überwiegend regionalem Recycling-Material umgewandelt.

- Was wir brauchen: Bewusstseinsbildung über den Wert dieser Anlagen und das Aufeinander angewiesen-Sein von Mensch und Natur über Vorträge, Workshops und Mitmachprojekte.

In näherer Zukunft möchten wir: Planen, Kreieren und Ausführen solcher nach der Natur gestalteten multifunktionalen Begegnungsplätze in Vernetzung mit dem Bund Naturschutz, ProNah, den Gartenbauvereinen vor Ort und interessierten Bürgern. Finanzielle Unterstützung durch Bürger und Kommunen ist angebracht und notwendig.

Kooperationspartnr: Christof Wegner (Firma Natur-Gestaltung Wegner), naturgestaltung-wegner@t-online.de Mathilde Hipp


Weinbau im Allgäu

Inhalte: Die Zahl der Landwirte nimmt im oberen Allgäu ab und ökologisch wertvolle Flächen verbuschen und verwalden. Milchviehwirtschaft steht in Konkurrenz zu Flächen, die einfacher zu bewirtschaften sind. Wenn Direktvermarktung etc. nicht ausreichen, die Landwirtschaft wie sie ist zu erhalten, sollte über landwirtschaftliche Alternativen nachgedacht werden. Hier kommt der Weinanbau im Allgäu ins Spiel - zunächst wirkt es verrückt, doch Bodenbeschaffenheit und Zahl der Sonnenstunden machen die Idee realisierbar.

Kooperationspartner: Armin Gross (Hotel Prinz-Luitpold-Bad), armin.gross@luitpoldbad.de ,Gudrun Mühlbacher (DWD)


Aufbau eines kommunalen CO2-Speichers

Inhalte: Kommunen müssen für jegliche Baumaßnahmen Ausgleichsflächen bieten. Es wird immer schwieriger, solche zu finden (ganz zu schweigen von der Sinnhaftigkeit im Allgäu). Wenn Kommunen bei Baumaßnahmen nachweislich regionales Holz verwenden, also CO2 regional einlagern, sollte diese Speicherung als Ausgleichsmaßnahme anerkannt werden. Dieses spart Transportwege, schont Ressourcen, verbessert die CO2 Bilanz und beugt dem Klimawandel vor.

Kooperationspartner: Hugo Wirthensohn (Holzforum Allgäu e. V.), h.wirthensohn@wbv-kempten.de, Hans-Jörg Barth (eza!)


Die Verbindung Forstwirtschaft und Naturschutz stärker am Klimawandel ausrichten

Inhalte: Die Umsetzung von integrativem Naturschutz im Wald stößt immer wieder an ideologische Grenzen: Entweder die Käseglocke und Flächenstilllegung oder aktive Forstwirtschaft. Dabei erfüllen beide Seiten unübersehbare Vorteile: Strukturen und biologische Vielfalt, Stabilität im Schutzwald, Biotop- und Artenschutz. Der Klimawandel zeigt gerade in der alpinen Region starke regionale Unterschiede und lokale Besonderheiten. Darauf muss mit zukunftsorientierten Handlungskonzepten, technischen Entwicklungen und Vernetzung der Akteure reagiert werden. Die Bergwaldoffensive BWO übernimmt hierbei eine führende Rolle bei der Sicherung gegen Rutschungen, Lawinen und Naturgefahren, bei der Vermeidung von Hochwasser oder der Erschließung der touristisch hoch bedeutsamen Gegend.

Die Ideen- und Kooperationsbörse soll als Austauschplattform, Informationspool und Vernetzungsbasis dienen für die Interessen der Bürger, den gesellschaftlichen Anliegen an den Wald, den Erfordernissen des Naturschutzes und den berechtigten Ansprüchen der Grundeigentümer.

Kooperationspartner: Klaus Lamatsch (AELF Kaufbeuren, Bergwaldoffensive), klaus.lamatsch@aelf-kf.bayern.de  Gudrun Mühlbacher (DWD), Simon Steuer (LRA Oberallgäu)


Klimaschutz und Klimaanpassung in der Bauleitplanung

Inhalte: Klimaschutz und Klimaanpassung sollen in der Bauleitplanung neben den anderen Schutzgütern des Naturschutzes (Boden, Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere, Landschaftsbild, Mensch) im Rahmen der Beteiligung Träger öffentlicher Belange eingebracht und berücksichtigt werden. Dabei ist es wichtig, die Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde zu intensivieren.

Wir suchen Gemeinden, bei denen Klimaschutz/-Anpassung bereits fester Bestandteil der Bauleitplanung ist. Erarbeitet werden soll ein Prüf- sowie ein Maßnahmenkatalog zu den Belangen des Klimaschutzes/-anpassung bei der Prüfung neuer Bebauungspläne.

Kooperationspartner: Andrea Ruprecht (LRA Unterallgäu), klimaschutz@lra.unterallgaeu.de,Hans-Jörg Barth (eza!), Sebastian Hartmann (eza!), Irene Marquart (Regionaler Planungsverband Allgäu), Rainer Wassermann (Kachelofenbau Wassermann), Guido Schilling (H. Kutter GmbH & Co. KG)